Bei Streit in den Schlichterraum

Von Robert Lasser Wennigsen. „Die Mappe, die ich Dir geliehen hatte, hast Du ganz schmutzig zurückgegeben.“ Für solche Streitfälle zum Beispiel gibt es an der Sophie-Scholl-Gesamtschule Konfliktschlichter. Zehn Jungen und Mädchen haben gestern von Direktorin Annette Harnitz ihre Zertifikate erhalten und werden künftig offiziell Streitereien schlichten. Die Acht- und Neuntklässler kümmern sich vor allem um Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs. In jeder großen Pause ist der sogenannte Schlichterraum besetzt. Die Schüler kommen von sich aus oder werden dort hingeschickt. „Ich finde es total cool, Streit auf andere Weise zu lösen“, sagt Moritz (13), einer der neuen Konfliktschlichter. Fast ein Jahr lang hat Beratungslehrerin Helga Wöckener mit den Freiwilligen in der siebten und achten Stunde trainiert, unterstützt von Schulsozialpädagogin Andrea Schröter. Am 4. Juni war Prüfung im Familienzentrum Wennigsen. Kinder aus dem sechsten Jahrgang spielten einen Streit, die Acht- und Neuntklässler griffen ein. Wichtig seien die Gesprächsführung und die Vermeidung von schnellen Schuldzuweisungen, erläutert Wöckener. Die Konfliktschlichter sollten Techniken wie Nachfragen, Zusammenfassen und das Formulieren von Vereinbarungen beherrschen. Damit profitierten sie auch selbst von ihrer Ausbildung, sagt Schröter. Bei schwerwiegenden Konflikten unter Schülern greifen Wöckener und Schröter ein. n Die neuen Konfliktschlichter sind Jasper Wahrmund, Annika Brimm, Ivonne Kessler, Denise Koke, Esra Langensiepen, Nicolas Pöhes-Hornig, Christopher Jacobs, Angelo Wenzel, Marita Gangnus und Nils Torhoff.
14.06.2014 / LKCZ Seite 15 Ressort: WENN

Letzte Änderung: 06.03.2018
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